01.06.2026

Ein freier und unabhängiger Ort inmitten von Münchens Wohlfühl-Viertel, wenngleich letzteres kein Alleinstellungsmerkmal ist, hier in München, …. doch sind hier in Neuhausen, viele Schichten miteinander verwoben, Senioren, Familien, Kunst, ob reich oder weniger sorglos finanziell ausgestattet. Diese rezessive Phase, die hierzulande seit Jahren durch unsere Gesellschaft weht, kommt in München, als reichster Großstadt Deutschlands auch direkt an. Gerade in einem Viertel, in welchem einerseits die Kunstszene, aber auch gastronomische Betriebe, die Straßen um den Rotkreuzplatz prägen, ist dies wahrscheinlich auch deutlicher spürbar, als in wohnraumstärkeren Bereichen der Stadt. Denn, wenn wir sparen müssen, tun wir das wohl am Schnellsten beim Essen außer Haus und Luxusgütern, wie Gemälde, Schmuck und dergleichen.
Nun, was mich seit geraumer Zeit umtreibt, und wo sich heute Abend durch eine Wissenschaftssendung beziehungsweise der Bericht über das „Utopia“ in Wuppertal, der Kreis direkt schließt, ist unter anderem durch den Begriff „Dritter Ort“. Da braucht es auch nicht viel Erklärung dazu. Doch ist es nun nicht so einfach damit: Denn anders als in Wuppertal, wo angeblich die Einwohnerzahl abnimmt und sowieso, im Vergleich zu München diese ein Viertel beträgt, und damit Wohnraum auch nicht ein derart heißes Eisen zu sein scheint, wie bei uns hier, ist es etwas komplexer im gedanklichen Aufbau einer solchen Struktur, eben eines freien Dritten Ortes hier.
Abgesehen davon, wenn ich meine, ein freier und unabhängiger Raum, dann spreche ich von grundsätzlicher Freiheit, im Gegensatz zu kultureller Verwobenheit in spezifische Szenen, wie Museen oder Opern oder einer besonderen Erkrankung gewidmet und dergleichen. In meiner Vorstellung, entspricht der Raum, auch einem inneren quasi, also, unter anderem mit vier Wänden und einem Dach und eben auch einer gewissen Wohlfühltemperatur, beispielsweise im Winter. Utopia hat einen ausrangierten Bahnhof umgestaltet und hat expandiert im Laufe der Zeit. Das ist am Rande einer mittelgroßen Stadt, wo die Wege überschaubar sind, gut so. Hier, im Viertel, mit gewissen Freiräumen, Richtung Olympiapark oder am Rande von Nymphenburg, hat man eine Ahnung von Weitläufigkeit inmitten der Stadt, doch sollte dieser Dritte Ort Neuhausen, doch zu Fuß oder per Kurzstreckenticket erreichbar sein, für Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels.
Ich gehe bewusst ins Detail, denn ich möchte euch, die ihr das lest, animieren, gedanklich und auch weiterführend einzusteigen, und einladen den Weg mitzugehen. Des wegen steht erstmals in meinem Leben, seit ich Konzepte entwickle, der „eingetragene Verein“ als Rechtsform quasi schon fest. Was noch nicht feststeht, ist eine Immobilie, doch ich habe einen Raum vor Augen, der nicht nur von der Größe her viel Platz bieten würde, er liegt auch im Herzen von Neuhausen, ohne dass die Gegend überlaufen wäre. Doch dazu ein anderes Mal mehr.
Nun aber noch einmal zurück, zur Definition von einem Dritten Raum, und meiner (nicht fest verankerten) Ansicht eines solchen, will sagen, weiter im Text: Wichtigster Aspekt des Raumes: Kein Konsumzwang, sondern andauernde Einladung zum Sein, und auch zum Tun. Heißt, man kann beispielswiese ein Getränk konsumieren, muss es aber nicht. Man kann bei einem Kurs mitmachen, muss es aber nicht. Und auch Kreativität soll ein zentrales Thema, mehr noch Dauer-Angebot sein: Tausch, und wenn gewollt im Gegenzug auch Verkauf, von selbst hergestellter Kunst vor Ort, für etwas Nahrhaftes. Tausch auch von Interieur, wie Möbel. Ein Essen für die Familie, die bringt ein Tisch und vier Stühle mit, weil diese vielleicht ausgedient haben.
Solo-Brainstorming, oder Verflechtung von Konzepten, ist das nun. Doch das ist nur Mittel zum Zweck.
Weiter: So kann der Raum sich auch verändern, und jede und jeder kann dazu beitragen. Und ich meinte das ernst vorhin, ich möchte dich hier und jetzt ganz konkret einladen, mitzuwirken …. ganz unten, auf jeder Seite dieser Homepage, daher „Get in touch“, will sagen: die Kontaktadresse in Form einer E-Mail. Baue das Konzept mit mir doch aus, und auf.
Viele Grüße, Thomas
09.06.2026

Nun, geht es weiter: Was – für mich – dazu gehört, insbesondere im Kontext beziehungsweise als Definition von „intersozial“: Es ist nicht nur ein angestrebtes Freizeitprojekt, sondern auch eine Anlaufstelle für Hilfesuchende in Fragen der „Wie bewältige ich in Deutschland was?“ Sprich, ob Migrationshintergrund oder altersbedingte Hürden, hier wird sich ein Stadtteilzentrum herauskristallisieren, welches vermittelt und begeleitet, ergänzend zu den Institutionen, welche sich an Büro- oder Amt-Öffnungszeiten orientieren.
Konkret: Schlafplätze vermitteln, zu Bankterminen begleiten, Vermittlung von ehrenamtlichen Übersetzern, … Alltagsbegleitung, wie Einkaufen, ein offenes Ohr und was empathisches Miteinander noch abverlangt. Unterschiedlich Dinge werden uns da abverlangt werden, wie schon erwähnt, Empathie, aber auch Systemnähe sowie Geistesgegenwart.
Das ist auch notwendig, um die verschiedenen Ebenen – wie im Titel der Website auch schon genannt -, zusammen zu bringen, …. also, multilevel-netzwerken um Gruppen (wieder) miteinander zu verflechten. Und dies nicht nur online, sondern im Alltag. Dies wird vielleicht nicht als Dauerlösung funktionieren, aber als mehrstündiger Ankerplatz bei Bedarf, das ist das erstrebenswerte Ziel.
Aktuell ist der Reformbedarf ja sehr hoch, und ich sehe eine gewisse Überforderung bei der Spitze der Bundesregierung, die sich so manifestiert, dass gar nicht darauf eingegangen wird, was prinzipiell zu reformieren wäre: nämlich die unterschiedlichen Systeme, welche nur nicht mehr funktionieren, sondern auch in der Reibungsfläche viel zu viel Energie verbrauchen: Bildung, Gesundheit, Pflege, sei da zu nennen.
Als Beispiel: Wir Menschen werden immer älter, das weiß ja jede und jeder. Allein schon meine Planung zielt trotz fortgeschrittenem Alter darauf ab, mit Anfang fünfzig, dieselbe Zeit noch noch vor mir zu haben, schlicht, weil wir so rechnen können, wenn wir unseren Lebensstil entsprechend anpassen und führen, … Und doch bleibt dem Pflegepersonal kaum Zeit, sich um die Menschen und nicht nur die Patienten zu kümmern – ganz gleich, ob stationär oder ambulant. Nicht nur in der Alterspflege, sondern auch in der Psychiatrie beispielsweise. Das Prinzip, gerade auch eindrücklich bei WISO geschildert, die Leistung wird bezahlt und die Zeit vorgegeben. Misstrauen in die Fachkräfte scheint hoch im Kurs zu stehen, und sollte das gerechtfertigt sein, schließt sich ja der Kreis zu den Missständen im Bildungssystem. Sollte dies dies Misstrauen nicht gerechtfertigt sein, dann heißt das ja, das es nur ums Geld und die Versorgung der Patienten geht, und nicht ganzheitlich den Menschen und ihre beziehungsweise seine Bedürfnisse wahrnimmt.
Also, solange der Systemwandel nicht stattfindet, oder sich dahin schleppt und vor allem in der Digitalisierung verdichtet wird, muss ein Zwischenschritt erfolgen; in der Sozialpsychiatrie, also in den Psychiatrien und den Sozialpsychiatrischen Diensten sind das die Ex-In-Begleiterinnen und Begleiter. In der Alterspflege allerdings scheint das Konzept noch nicht übertragen worden zu sein – wie auch? Ex-In-Begleitung im Alter geht ja schlecht. Nur da schließt dieses Konzept den Kreis: Multilevel netzwerken …. also, generationsübergreifend im Klartext. Rückbesinnung auf vergessene traditionellere Werte, und zwar die Kinder und die Jugend mit den Senioren zusammenbringen, um Lebensfreude zu transferieren, und Bildung durch Erfahrungsaustausch abzurunden.
Es macht nämlich einen Unterschied. Jedem Patienten ist doch klar, dass er eine Leistung empfängt, die er oder sie indirekt oder direkt bezahlt. Wenn man mal vom generationsübergreifenden Gesellschaftsvertrag unser Solidargemeinschaft ausgeht. Doch hier werden wir Zeit verbringen wollen, weil wir wissen, das sind interesse- und neugiergebundene Zeit und Taten der Menschen, die einem in diesem angestrebten Zentrum begegnen, so meine soziale Vorstellung unserer Zukunft. Meine Vision ist die Annäherung der Generationen, die einander brauchen (werden), mehr denn je. Und mein Wirken, hier und jetzt, ist Zeit und Mühe zu investieren, in Schaffung von einer Zone und Freiraum, die geflutet werden kann, wenn der angrenzende Fluss seine Ufer übersteigt. Eine Metapher aus dem Katastrophenschutz, die ja vor einigen Jahren Thema war.
Das ist jetzt ein Hauch von gesellschaftspolitischer Philosophie, und gewissermaßen auch Ideologie, doch eines ganz konkret: Es schleicht die These durch unser Europa, die Ankündigung vielmehr, über eine sogenannte „verlorene Generation“. Und zwar Kinder und Jugendliche, die verloren geglaubt wird von Experten, die Aussagen formulieren und zitiert werden, wie „Die werden zu nichts zu gebrauchen sein.“
Ich bin kein Populist, aber das scheint die Konsequenz zu sein, falls diese Aussagen stimmen, über technischen Fortschritt der Digitalisierung und den entsprechenden Geräten und kapitalistische Ausbeutung im Sinne von suchtfördernder Algorithmen und sozialen Medien. Im Grund eh ein irrsinniges Konzept. Und damit fast genug davon, doch eine Frage noch: Wer soll diese Generation auffangen? Unser bereits überfordertes Gesundheits- und Sozialsystem? Die Politik? Die arbeitende Bevölkerung? Das führt doch in eine Richtung, die sich in der stillschweigende Verhandlung eines neuen Generationenvertrages deuten lässt, die, die menschliche Nähe am meisten brauchen, meine ich, im Kontext von wirtschaftlicher und emotionaler Altersarmut. Und damit schließt sich der Kreis, meines Erachtens.
